Arbeitskreis Frauen und Gesundheit Nürnberg


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Netzwerke schaffen - Interessen durchsetzen

Knapp 30 Jahre Frauengesundheitsbewegung und -forschung haben deutlich gemacht: Frauen haben ein anderes Gesundheitsverhalten und andere Gesundheitsrisiken als Männer. Deshalb fordern die Dachverbände von Frauengesundheitsprojekten und von Beratungseinrichtungen für Frauen vehement, die Erkenntnisse der Frauengesundheitsforschung in das öffentliche Gesundheitswesen zu integrieren und auch die notwendigen finanziellen Ressourcen dafür bereitzustellen. mehr...

Sie fordern:

  • eine an den Bedürfnissen und Ansprüchen von Frauen orientierte medizinische Versorgung
  • frauenspezifische Beratungsangebote
  • eine kritische Auseinandersetzung
    • mit der Medikalisierung und Pathologisierung weiblicher Lebenszyklen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre)
    • mit geschlechtsspezifischen Forschungs-, Diagnose- und Behandlungsansätzen
    • mit den Entwicklungen der modernen Medizin und ihren Auswirkungen für Frauen (Reproduktions- und Gentechnologie)
  • eine Berücksichtung der Lebenswelt von Frauen und deren Auswirkung auf Gesundheit und Krankheit

Ein modernes Gesundheitskonzept sieht in der Gesundheitsförderung und -versorgung von Frauen eine Querschnittaufgabe des Öffentlichen Gesundheitswesens. So fördern die EU und die Bundesregierung Projekte, die frauenfreundliche Gesundheitsstandards und die Vernetzung vorantreiben. Ziel ist es, im Rahmen der EU-Richtlinien zum Gender Mainstreaming, die Gleichheit zwischen den Geschlechtern auch im Gesundheitssystem zu verankern. Diese Richtlinien sind auch für die Bundesländer, Städte und Gemeinden bindend. mehr...


© Elke Grau, Rea Poulharidou, Doris Strahler